Dekorationsbild: Kursleiterin mit Teilnehmern, Gebäude einer Volkshochschule

Festakt zum 100jährigen Jubiläum der Deutschen Volkshochschulen in der Paulskirche

Angesichts einer auseinanderdriftenden Gesellschaft und großer Verunsicherungen im Zuge von Globalisierung, Migration und sozialer Konflikte müssten in jeder Kommune Beteiligungsräume zur Verfügung stehen. „Menschen mit unterschiedlichen und auch gegensätzlichen Interessen, Werten und Haltungen können sich dort über wichtige gesellschaftliche Entwicklungen auseinandersetzen, Kompromisse aushandeln und Lösungen für unser Zusammenleben finden", führt DVV-Präsidentin Kramp-Karrenbauer aus. Solche Strukturen seien für eine lebendige Demokratie unabdingbar. „Unsere positiven Erfahrungen mit Bürgerdialogen an Volkshochschulen machen uns Mut, dass die Bürgerinnen und Bürger solche Diskussionscamps annehmen werden."

Der drohenden digitalen Spaltung der Gesellschaft entgegenzuwirken, ist aus Sicht der Volkshochschulen eine der größten Bildungsaufgaben der Gegenwart. Digitale Technologie durchdringt alle Lebensbereiche und sorgt für eine grundlegende Veränderung auch des öffentlichen Diskurses und der politischen Willensbildung. Digitale Errungenschaften wie beispielsweise die sozialen Netzwerke bergen aus Sicht der Volkshochschulen die Chance auf breite Beteiligung an öffentlichen Debatten. Um dabei nicht Desinformation und Populismus Vorschub zu leisten, sei allerdings eine digitale Bildungsoffensive nötig, die die politische Urteilsfähigkeit und Medienkompetenz der Menschen stärke. „Sowohl Ältere als auch die Generation der digital Natives hat vielfach Lernbedarf, um Fake News zu entlarven,

realitätsverzerrenden Filterblasen zu entkommen und Hate Speech zu widerstehen", so Annegret Kramp-Karrenbauer. Die Volkshochschulen unterstreichen damit ihre im Vorfeld der Bundestagswahl formulierte Forderung nach einer digitalen Bildungsoffensive des Bundes.

Anlässlich ihres 100-jährigen Bestehens wollen die Volkshochschulen ein besonderes Zeichen setzen für eine lebendige und starke Demokratie. Unter dem Motto „zusammenleben. zusammenhalten" veranstalten sie am 20. September 2019 die bundesweit erste Lange Nacht der Volkshochschulen. Repräsentant*innen aller gesellschaftlichen Bereiche – darunter Parteien, Unternehmen, Glaubensgemeinschaften und Sportverbände – ruft der Deutsche Volkshochschul-Verband dazu auf, an diesem Abend mit den Volkshochschulen für gesellschaftlichen Zusammenhalt einzutreten – für Respekt, für Vielfalt, für Dialog und für Beteiligung. Mit ihren vielfältigen Angeboten wollen die Volkshochschulen gemeinsam mit ihren Partnern Begegnung, Verständigung und friedliches Zusammenleben stärken. „Demokratie funktioniert nicht in einem Gegeneinander, auch nicht in einem Nebeneinander, sondern nur in einem Miteinander", so die DVV-Präsidentin. Deshalb brauche es Orte wie die Volkshochschulen, wo Menschen mit ganz unterschiedlichen Auffassungen, Prägungen und Hintergründen zusammenkommen können.

Mit ihrem Jubiläum berufen sich die Volkshochschulen auf die Weimarer Verfassung von 1919. Diese hielt mit Blick auf die noch junge und zerbrechliche Demokratie erstmals alle staatlichen Ebenen dazu an, die Erwachsenenbildung und insbesondere die Volkshochschulen zu fördern. Die Weimarer Verfassung löste eine deutschlandweite Gründungswelle von Volkshochschulen aus. 1919 gilt als das Geburtsjahr der Volkshochschule moderner Prägung und der Weiterbildung in öffentlicher Verantwortung. Es ist das Jahr, in dem die größte Zahl der heute noch existierenden Volkshochschulen ursprünglich gegründet wurde.

Foto: (von l. nach r.): Peter Feldmann, Oberbürgermeister der Stadt Frankfurt/Main, Dr. Ernst Dieter Rossmann MdB, Vorsitzender des Deutschen Volkshochschul-Verbandes e.V., Annegret Kramp-Karrenbauer, Präsidentin des Deutschen Volkshochschul-Verbandes e.V. und Prof. Dr. Dr. h. c. Andreas Voßkuhle, Präsident des Bundesverfassungsgerichts

Bildnachweis: Simone Kaucher, Deutscher Volkshochschulverband


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